Sport allein taugt nicht beim Abnehmen

Autor: Datum: 19.Februar 2018

„Wer abnehmen will, muss mehr Kalorien verbrauchen als zuführen“ – so viel ist und bleibt klar. Aber die Erkenntnis, dass wir durch Sport alleine unsere überschüssigen Kilos nicht abtrainieren können, ist relativ neu. Diese Schlüsse lassen zumindest aktuelle Studien zu. Der Gesamtenergieaufwand ist offensichtlich kaum vom Grad der physischen Aktivität abhängig. Grund: Die beim Abnehmen ablaufenden Stoffwechselprozesse sind viel komplexer, als wir bisher dachten. Grund genug, uns dieses Thema mal genauer anzuschauen.

Ein echter Dauerläufer: unser Stoffwechsel

Bisher haben wir immer angenommen, dass wir mit viel Sport unseren Kalorienverbrauch erhöhen können. Und dass das immer weiter um sich greifende Übergewicht vor allem auf Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Aber stopp! Dem widersprechen neue Studien: Diese zeigen, dass ein körperlich wenig aktiver Büromensch einen fast identischen Energieverbrauch hat, wie ein körperlich höchst aktiver Jäger und Sammler in Tansania. Zusätzlich verbrannten Menschen, die körperlich viel leisten, fast genauso viel Energie wie jene, die sich nur moderat bewegten. Fazit: Der Kalorienverbrauch scheint bei allen Menschen generell relativ ähnlich zu sein. Und: Er steigt nicht linear mit der Bewegungszeit, sondern läuft irgendwann auf einem konstanten Niveau. Dies legt die Vermutung nah, dass der Energieverbrauch auch eine jeweils individuelle Obergrenze hat.

Die Psyche? Braucht auch ein bisschen Training

Diese Situation kennen wir alle: Schwitzend und k.o. kommen wir nach einer Joggingrunde oder dem Aerobic-Kurs nach Hause. Wir sind müde, hungrig, ziemlich stolz – und belohnen uns deshalb mit einem dicken Stück Pizza (oder einer anderen „kleinen Sünde“). Schlechtes Gewissen? Fehlanzeige. Schließlich haben wir ja gerade ganz schön was abtrainiert. Denken wir! Denn unsere Psyche überschätzt den Einfluss von Sport auf unseren Kalorienverbrauch – und unterschätzt den Kaloriengehalt von Speisen, die wir zu uns nehmen. Und weil das den meisten von uns gar nicht bewusst ist, klettert der Zeiger auf der Waage bei fleißigen Sportlern oft rauf statt runter. Schreiben Sie also ruhig mal genau auf, was Sie täglich – und vor allem nach dem Sport – so zu sich nehmen. Denn auch diese unbewussten Verhaltensweisen tragen dazu bei, dass wir durch Sport nicht abnehmen.
Übrigens: Wer direkt nach dem Training etwas isst, hebelt den sogenannten „Nachbrenneffekt“ aus, der für zusätzliche verbrannte Kalorien sorgt.

Immer in Bewegung: Ihre kleinen grauen Zellen

Auch diese Erkenntnis könnte sportaffine Genießer ins Schwitzen bringen: Körperliche Aktivitäten machen nur 10-30% unseres Energieverbrauchs aus. Heißt nach Adam Riese: Rund 70-90% unseres täglichen Kalorienverbrauches benötigen wir für die Tätigkeiten unserer Organe (vor allem Gehirn, aber auch Herz, Nieren etc.) und zur Verdauung. Ihre neue Lieblingssportart ist Gehirnjogging? Da sind wir ganz bei Ihnen.

Der Trainingsplan für Ihren Abnehmerfolg

Natürlich ist es falsch, die Trainingsklamotten jetzt auf den Speicher zu verbannen. Im Gegenteil: Sport ist ungeheuer wichtig für alle, die gesund bleiben und abnehmen wollen (2,5 Stunden pro Woche sind ideal). Denn mit regelmäßiger Bewegung ist für uns auch der Weg zum Wunschgewicht viel einfacher: Kombinieren Sie Sport mit einer reduzierten Kalorienaufnahme, dann gelingt Ihnen das Abnehmen noch besser. Zusätzlich zur sportlichen Betätigung, ist aber auch eine Ernährungsumstellung essentiell wichtig. Dieser Meinung ist auch der britische Kardiologe Aseem Malhotra, der sehr einprägsam konstatiert: „Man kann einer schlechten Ernährung nicht davonlaufen.“

Mit der richtigen Ernährung läuft’s

Durch sorgfältig ausgewählte Nahrungsmitteln bekommt unser Körper genau die Power, die er wirklich braucht – auch bei einer Diät. Vollkornprodukte beispielsweise machen uns lange satt und kurbeln den Stoffwechsel an, wodurch wir wieder mehr Kalorien verbrennen. Beim Abnehmen ist aber auch der Griff zu Nüssen und Parmesan durchaus erlaubt. Diese Nahrungsmittel machen lange satt und sorgen für das gewisse, geschmackliche Etwas während der Diät. Auf ein süßes Frühstück sollten wir allerdings verzichten. Denn mit Schokocroissant & Co. setzen wir eine wahre Naschspirale in Gang, durch die wir fast ein Drittel mehr Kalorien zu uns nehmen. Grund: Der Blutzucker rast in die Höhe – und mindestens genau so schnell ist das Hungergefühl wieder am Start. Sinnvoller ist es also, den Tag mit Eiweiß, Ballaststoffen und weniger Zucker zu beginnen.

Langsam machen – beim Blutzuckerspiegel

Mahlzeiten, die reich an Proteinen und Ballaststoffen sind, sättigen meist recht gut und wirken dem schnellen Hunger effektiv entgegen. Gut geeignet sind auch Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischem Index (GI), die den Blutzuckerspiegel nur wenig ansteigen lassen – dazu gehören beispielsweise Fisch, Bohnen, Äpfel, Gemüse, Vollkornweizen und Hühnchen.

Bringen Sie Ihre Ernährung in Bestform!

Halten wir also fest: Was wir essen und wie viel davon, wirkt sich viel stärker auf unser Gewicht aus, als der Sport, den wir treiben. Wer wirklich abnehmen will, kann aber mit einer Kombination von kalorienreduzierter, gesunder Ernährung und einem Sportprogramm richtig viel bewegen. Wir von Precon unterstützen Sie dabei: zum Beispiel mit unserem Diätplan, den wir Ihren ganz persönlichen Voraussetzungen und individuellen Anforderungen anpassen und mit Produkten, die Ihnen eine kalorienreduzierte Ernährung erleichtern. Und mit unseren Rezepten helfen wir Ihnen, eine gesunde Ernährungsweise zu erlernen. Nur für den Sport sind Sie dann selbst zuständig.

Gratis Diätplan anfordern
Mit vielen Diät-Tipps, feinen Rezepten uvm.

Ähnliche Beiträge